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Rückblick: Hochbegabung bei Kindern

20 Feb 2026
VSKZ
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An der VSKZ-Abendveranstaltung vom 4. Februar 2026 referierte Dr. med. Christine Kuhn, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, zum Thema IQ-Testung bei hochbegabten Kindern. Im Zentrum stand die Frage, wie kognitive Hochbegabung differenziert erfasst und interpretiert werden kann – insbesondere bei heterogenen Profilen und gleichzeitigen Entwicklungsstörungen. Anhand von Praxisbeispielen wurde aufgezeigt, weshalb der Gesamt-IQ bei ausgeprägten Diskrepanzen oft wenig aussagekräftig ist und welche Bedeutung primäre und sekundäre Indexwerte (z. B. AFI, KLI) für die diagnostische Einordnung haben.

Themen wie Underachievement, Perfektionismus, Leistungsangst oder emotionale Erschöpfung wurden ebenso beleuchtet wie typische Komorbiditäten (z. B. ASS, ADHS, Dyslexie, Dyskalkulie, Angststörungen). Zentral ist dabei eine Testdurchführung, die angepasst erfolgt und neben den Leistungswerten auch die Verhaltensbeobachtung systematisch einbezieht. Für die Schulpsychologie ergeben sich daraus wichtige Implikationen: Diskrepanzen sorgfältig interpretieren, Stärken und Schwächen gleichermassen gewichten und die Ergebnisse in konkrete Förder- und Beratungsschritte übersetzen. Die Veranstaltung bot fachlich fundierte und praxisnahe Impulse für die Diagnostik und Begleitung hochbegabter Kinder und schloss mit einer angeregten Diskussion.

Ein herzlicher Dank an Dr. Christine Kuhn und alle Teilnehmenden!

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